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Hanna Grauert: Das Gesundheitsamt und die Pandemie

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Hanna Grauert

Das Gesundheitsamt und die Pandemie
Vom Amt im Schatten zur Schnittstelle in der Krise

Berliner Beiträge zur Ethnologie, Bd. 49
Broschur, 14,8 x 21,0 cm, 184 Seiten, 24,90 €
ISBN 978-3-89998-396-8

zur Buchreihe

Über das Buch
Lange Zeit waren die Gesundheitsämter unauffällige Ämter im Abseits der gesellschaftlichen Wahrnehmung. Seit dem Ausbruch des Covid-19 Virus im Frühjahr 2020 nehmen sie eine zentrale Schlüsselrolle bei der Bekämpfung und Verwaltung der Pandemie im Lokalen ein und haben dadurch eine neue politische, mediale und gesellschaftliche Aufmerksamkeit erlangt. Sie fungieren als Schnittstelle zwischen Staat und Bevölkerung und so stellt sich die relevante Frage, wie sie mit dieser neu zugewiesenen Aufgabe der Pandemieverwaltung und Bekämpfung umgehen. Denn während von der Gesellschaft erwartet wird, dass sie als öffentliches Amt regulierende Maßnahmen und konkrete Handlungsanweisungen an die besorgten Bürger:innen kommunizieren, bleiben die internen Herausforderungen in der Behörde eher unbeachtet. Die vorliegende sozial- und kulturanthropologische Arbeit macht auf einen ‚blinden Fleck‘ in unserer Gesellschaft aufmerksam und ermöglicht durch eine mehrmonatige, ethnographische Forschung im Berliner Gesundheitsamt Reinickendorf jene Innenperspektive.
Die Analyse der Daten zeigt, wie das bürokratische Amt einen strukturellen Wandlungsprozess durchläuft und welche neuen Wissensstrukturen, administrativen Technologien und Regulationspraktiken etabliert werden mussten, um als Schnittstelle zwischen staatlichen, politischen und gesellschaftlichen Erwartungen im Lokalen vermitteln zu können.
 

Über die Autorin
Hanna Grauert ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ) und Doktorandin am Lehrstuhl für Kultursoziologie an der Universität Konstanz. Nach Abschluss ihres Soziologiestudiums an der Universität Konstanz studierte sie im Master Sozial- und Kulturanthropologie an der Freien Universität Berlin und forschte für ihre Abschlussarbeit mehrere Monate im Gesundheitsamt Reinickendorf/Berlin über den Umgang mit der Covid-19 Pandemie. Ihr Forschungsinteresse umfasst insbesondere Methoden der qualitativen Sozialforschung, angewendet auf staatliche Organisationen und Bürokratie sowie auf Migrations- und Rassismusforschung.