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Raphael Hemme

Metakognitionsanthropologie. Kulturelle Modelle von „Wissen“ und „Lernen“ im Psychologiestudium

Berliner Beiträge zur Ethnologie, Bd. 43
Broschur, 14,8 x 21,0 cm, 214 Seiten, 26,90 €
ISBN 978-3-89998-248-0

zur Buchreihe

Über das Buch
Die Konzeptionen beziehungsweise „Kulturellen Modelle“ von „Wissen“ und „Lernen“ im Psychologiestudium bilden den Gegenstand dieser Arbeit. Ausgangspunkt für die Analyse dieser Modelle ist eine ethnographische Feldforschung innerhalb eines Psychologiestudiengangs mit klinisch-psychologischem Schwerpunkt an einer deutschen Universität.
Die Bezeichnung der Konzeptionen von Wissen und Lernen als „Kulturelle Modelle“ verweist bereits auf die Kognitionsanthropologie (Cognitive Anthropology) als Teil des theoretisch-methodischen Bezugsrahmens. Neben der Kognitionsanthropologie werden Ansätze der Science and Technology Studies genutzt, um einerseits die verwendeten Analyseverfahren kontinuierlich mit zu analysieren und andererseits – am Material orientiert – eine mögliche Synthese aus Schema-Theorie und Akteur-Netzwerk Theorie zu skizzieren. Die Arbeit ist somit ein Versuch, Wissen und Lernen empirisch und theoretisch neu zu fassen.
Durch die Rückbindung der Kulturellen Modelle an Äußerungen von Studierenden und an Beobachtungsmaterial wird die zentrale Bedeutung professioneller Empathie und Distanz aufgezeigt. In diesem Zusammenhang werden auch das Verhältnis von Emotion und Kognition sowie das spezifische Verständnis der Person als autonomes Individuum thematisiert.
Der Titel „Metakognitionsanthropologie“ verweist auf die Herausforderung, „Wissen über Wissen“ zu erforschen, und zugleich auf die „reflexive“ Analyse der verwendeten kognitionsanthropologischen Untersuchungsverfahren.

Über den Autor
Raphael Hemme hat Ethnologie an der Georg-August-Universität Göttingen und Sozial- und Kulturanthropologie an der Freien Universität Berlin studiert. Seit 2017 arbeitet er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Kulturpsychologie und Wissensanthropologie und dem Centre for Anthropological Knowledge in Scientific and Technological Cultures (CAST) der Ruhr-Universität Bochum. Im Rahmen seiner Promotion untersucht er mittels theoretisch-methodischer Ansätze der Sozial- und Kulturanthropologie und der Science and Technology Studies Praktiken der Empathie und die soziomaterielle Konfiguration von Subjekten.